Das Kinderhaus

Architekt Harald Schmidt zur Architektur der Kindertagesstätte:

Das Kinderhaus Rückenwind wird auf der Grundlage neuester pädagogischer Erkenntnisse als Gebäude mit zwei Vollgeschossen geplant, ein Teilbereich hat zusätzlich ein drittes Geschoss, in dem sich die Hausmeisterwohnung befindet. In einem teilunterkellerten Bereich sind die notwendigen Technik- und Lagerräume vorgesehen.

Das Gebäude ist einfach und klar strukturiert und orientiert sich mit den Gruppenräumen hauptsächlich nach Süden zur Gartenanlage, um diese direkt und vielfältig mit dem Gebäude zu verbinden. Die klaren Strukturen geben den Kindern Orientierung und regen zum selbstständigen Erkunden ein. Dank Fußbodenheizung wird die gesamte Fläche zum Spielfeld.

Im Erdgeschoss befindet sich ein großzügiger Eingangs- und Wartebereich, an den sich offen das verglaste Bistro mit Küche anschließt. Der Krippenbereich ist davon abgeteilt, das schafft die notwendige Ruhe und Abgeschlossenheit für diese Zone. Die Räume werden hier über einen großen Spielflur erschlossen, der über Fenster in den Garderobenischen und an der Stirnseite natürlich belichtet wird.

Das Obergeschoss wird durch einen Aufzug und eine Innentreppe behindertengerecht erschlossen. Auch hier bildet der Bereich der Gruppenräume eine abgeschlossene Zone, in der der Spielflur großzügige Bewegungsmöglichkeiten bietet.

Der Mehrzweckraum im Obergeschoss ist durch Faltwände mehrfach teilbar und kann so multifunktional sowohl für die KITA als auch für Gemeindezwecke genutzt werden. Durch einen direkten Anschluss an das Treppenhaus ergibt sich für den Mehrzweckraum auch ein direkter Zugang von außen.

Der vorgesetzte Balkon dient als Fluchtweg, erweitert die Spielfläche und schafft mit seinen vorgesetzten Verschattungslamellen Nischen und geschützte Verstecke.